Die Atmosphäre beeinflusst die Entwicklung und die Beobachtung von Ultra-Hoch-Energetischen
Kosmischen Strahlen (UHECR) in verschiedenen Stadien.
Erstens wird die Entwicklung der ausgedehnten Luftschauer (EAS) hauptsächlich von der
Menge der durchquerten Materie bestimmt, welche über das Luftdichte-Profil gegeben ist.
Zweitens muss zwischen der longitudinalen Entwicklung der EAS bezüglich der atmoshärischen
Tiefe und bezüglich der geometrischen Höhe, aufgrund des experimentellen Aufbaus des
Auger Experimentes, unterschieden werden. Die Transformation der atmosphärischen Tiefe,
was die gesamte Menge der durchquerten Materie darstellt, zur Höhe hängt von der
vertikalen Verteilung der Dichte ab.
Drittens verlieren die Teilchen, wenn sich der Luftschauer durch die Atmosphäre bewegt, Energie,
die teilweise die Stickstoff-Moleküle der Luft anregt. Ein Teil der Abregung erfolgt über
Fluoreszenzlicht-Emission. Die Erzeugung des Fluoreszenzlichts hängt von der Lufttemperatur
und -dichte ab. Zur Berechnung der vom Luftschauer emittierten Lichtkurve, bedarf es also der
Kenntnis der Profile der Lufttemperatur und des Luftdrucks.
Schließlich detektieren die Fluoreszenz-Teleskope nur den transmittierten Anteil des
Fluoreszenzlichts des EAS. Auf dem Weg von der Position der Lichtproduktion hin zum Teleskop
erleidet das Fluoreszenzlicht Absorption und Streuung, welches wiederum von den atmosphärischen
Bedingungen abhängt, insbesondere von der Luftdichte.