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Für die korrekte Rekonstruktion und Simulation von Luftschauern ist die genaue Kenntnis der Atmosphäre in Abhängigkeit von der Höhe nötig. Hierzu werden von der Auger-Gruppe Karlsruhe Radiosonden-Messungen durchgeführt.
In der Pampa Amarilla werden regelmäßig Radiosondierungen durchgeführt, die alle Jahres- und Tageszeiten abdecken, jedoch liegt der Schwerpunkt auf nächtlichen Messungen. Radiosondierungen ist ein meteorologisch übliches Verfahren, um Daten über Lufttemperatur, Luftdruck, relative Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und -richtung in Abhängigkeit von der Höhe zu erhalten. Radiosonden sind kleine, vollautomatische Sensoren, die an Helium-gefüllten Ballonen gestartet werden.
Die Größe des Helium-gefüllten Ballons am Boden beträgt ungefähr 1 m³. Zwischen dem Ballon und der Sonde befindet sich ein kleiner Fallschirm, der den Fall nach dem Platzen des Ballons abbremst. Die Radiosonde vom Typ DFM-97 mit GPS Option selbst ist ein Produkt der Firma GRAW Radiosondes GmbH & Co. KG. Die gemessenen Daten werden permanent von der Radiosonde an die Boden-Empfangsstation GK-90C übermittelt. Die Transmissionsfrequenz mit einer Bandbreite von 15 kHz ist zwischen 402 - 406 MHz, in Schritten von 20 kHz, wählbar. Der Bereich der Sensorengenauigkeit ist für Höhen bis zu 40 km üNN ausgelegt und die Transmissions-Reichweite bis über 250 km. Unten ist eine Radiosonde mit den verschiedenen Sensortypen abgebildet.
Während der Messungen in der Pampa Amarilla werden die Datensätze im Mittel alle 3 - 4 Sekunden abgespeichert,
mindestens jedoch alle 8 Sekunden. Dies garantiert Höhenintervalle von 3 m bis 50 m, mit einem Durchschnitt
von rund 20 m. Ein Datensatz besteht aus acht Parametern: Zeit seit Start, Luftdruck, Lufttemperatur, relative
Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und -richtung, GPS Höhe und geopotentielle Höhe. Die Steiggeschwindigkeit
des Ballons hängt stark von dem Luftdruck und den Windbedingungen ab, sowie dem Fülldruck des Ballons.
Die Steigrate beträgt zwischen 100 m/min und 500 m/min mit einem Mittel von ca. 200 m/min. Die Obergrenze
der Messung wird von der Höhe bestimmt, in der der Ballon platzt. Typischerweise werden Höhen von
22 km üNN erreicht. Das Maximum liegt derzeit bei 28 km üNN.
Die folgende Tabelle fasst alle technischen Details der Sensoren der Radiosonde zusammen. Das Gesamtgewicht
der Sonde beträgt 225 g.
| Datentyp | Fehler | Auflösung | Sinnvoller Bereich | Messbarer Bereich |
|---|---|---|---|---|
| Temperatur | < 0.2°C | 0.1°C | -80°C bis +44°C | -90°C bis +80°C |
| Rel. Luftfeuchte | < 5% | 1% | nicht spezifiziert | 0% bis 105% |
| Druck | < 0.5 hPa < 1.0 hPa |
0.1 hPa 0.1 hPa |
5 hPa bis 200 hPa 200 hPa bis 1080 hPa |
2 hPa bis 1100 hPa |
Der verwandte Transmitter hat eine Abweichung von weniger als 5 kHz mit einer typischen Leistung von 20 dBm oder 100 mW. Die maximale Leistung ist unter 21 dBm. Die Empfangs-Antenne ist omni-direktional mit 3.5 dBi in der horizontalen Ebene. Die Radiosonde ist standardmäßig mit einem C/A-code-correlated GPS Empfänger ausgestattet, um die exakte Position der Sonde zu berechnen. Die Positionsinformation wird vom GPS Modul der Radiosonde bestimmt. Diese Position wird an die Bodenstation übermittelt und dort mit dem stationären GPS Signal der Bodenstation korrigiert (differentielles GPS). Zudem wird die geopotentielle Höhe über den Luftdruck bestimmt.
Im Juli 2005 wurde eine Station zum Starten der Ballone fertiggestellt. In dieser Station befinden sich nun alle Geräte, die zum Füllen und Starten der Ballone nötig sind, sowie die Boden-Empfangsstation zur Erfassung der Daten.
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| Es werden seitdem regelmäßige Sondierungen von Argentinischen Techniker durchgeführt. Üblicherweise erfolgen die Radiosondierungen alle 5 Tage und variieren von früh Morgen Starts, über Nachmittag Starts zu spät Abend Aufstiege. | ![]() |
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Im endgültigen Ausbau von Auger-Süd wird bei jedem Fluoreszenz-Detektor (FD) Gebäude und bei der zentralen Laserstation (CLF) eine Boden-Wetterstation aufgebaut sein. Bislang gibt es funktionierende Wetterstationen bei den FD Gebäude Los Leones und Los Morados und eine bei der CLF. Die Werte für Temperatur T, Druck p, Windgeschwindigkeit und relative Luftfeuchte u werden alle 5 Minuten gespeichert. |
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