Ausgedehnte Luftschauer

Kosmische Teilchen mit sehr hoher Energie erzeugen beim Eindringen in die Erdatmosphäre einen Schauer von Sekundärteilchen, der typischer Weise in einer Höhe von 20 km beginnt und bis auf die Erdoberfläche reicht. Diese Schauer von Sekundärteilchen, welche hauptsächlich Elektronen, Positronen und Photonen bestehen, werden mit dem Auger-Observatorium unter Anwendung verschiedener Methoden gemessen.

Die meisten Schauer werden mit dem Feld der Oberflächendetektoren gemessen. Dabei wird die Ankunftsrichtung und die Verteilung der Teilchen relativ zur Schauerachse bestimmt. Von der Zahl der gemessenen Teilchen bei einer Entfernung von 1000 m von der Schauerachse kann man auf die Energie des Kosmischen Teilchens schliessen. Hierfür sind aber aufwändige Simulationsrechnungen erforderlich, deren Ergebnisse von Modellannahmen abhängen.

Im Gegensatz zu den Oberflächendetektoren kann man mit Hilfe der Fluoreszenzteleskopen nahezu modellunabhängig auf die Energie des Primärteilchens eines Schauer schliessen. Allerdings können diese Teleskope nur in dunklen Nächten betrieben werden. Besonders interessant sind Schauer, welche sowohl mit dem Detektorfeld als auch den Fluoreszenzteleskopen gemessen wurden, da sie eine Energiekalibration des Detektoefeldes ermöglichen.