Die Fluoreszenzteleskope


Luftaufnahme des Teleskopgebäudes in Los Leones.

In mondlosen Nächten beobachten 24 Fluoreszenzteleskope in vier Beobachtungsstationen die Atmosphäre oberhalb der Wasserdetektoren. Mit diesen Teleskopen lässt sich die komplette Entwicklung eines Luftschauers verfolgen, d.h. das Anwachsen der Sekundärteilchenanzahl beim Eindringen in die Luft. Dies ist möglich da die geladenen Teilchen des Schauers den Stickstoff der Luft zur Emission von ultraviolettem Fluoreszenzlicht anregen, welches anschliessend mit hochempfindlichen Optik der Fluoresenzteleskopen nachgewiesen werden kann. Hierzu wird das einfallende Licht auf einer grossen Spiegelfläche von etwa 12 Quadratmetern gesammelt, auf eine Kamera mit 440 Photonenvervielfachern gebündelt und dort alle 0.1 Mikrosekunden aufgezeichnet.


Spiegel (links) und Kamera (rechts) eines Fluoreszenzteleskops.

Aus diesen Daten kann dann anschliessend u.A. die Ankunftsrichtung und Energie des kosmischen Primärteilchens bestimmt werden.

Unten ist ein Bild eines Luftschauerereignisses zu sehen, das mit den Auger Fluoreszenzteleskopen augezeichnet wurde. Das Schauerzentrum ist als heller Lichtfleck zu erkennen, der sich auf den Boden zubewegt.


Beispielereignis (zum Starten der Animation Mauszeiger auf das Bild bewegen)

Die Animation ist mit ca. 10 Bildern/Sekunde gegenüber der tatsächlichen Aufnahme um etwa einen Faktor von einer Million verlangsamt.