Luftschauermessungen mit den Fluoreszenzdetektoren

Obwohl der Großteil der Luftschauer nur von einem der vier verfügbaren Fluoreszenzdetektoren beobachtet wird, können extrem hochenergetische kosmischen Primärteilchen Luftschauer initiieren, die von mehreren Detektoren gleichzeitig registriert werden. Diese Multi-Detektor Ereignisse ermöglichen die mehrmalige, unabhängige Rekonstruktion des Luftschauers und sind damit enorm hilfreich für ein besseres Verständnis des gesamten Messsystems und seiner systematischen Unsicherheiten. Details der Rekonstruktion von Luftschauerbeobachtungen mit Fluoreszenzdetektoren werden auf der Seite FD-Rekonstruktion dargestellt.

 

Beispiel für die Beobachtung eines Luftschauers gleichzeitig mit zwei Fluoreszenzdetektoren des Pierre Auger Observatoriums. Die unabhängige Rekonstruktion des longitudinalen Schauerprofiles, d.h. der Entwicklung des Luftschauers in der Erdatmosphäre, zeigt eine sehr gute Übereinstimmung und zeigt damit die Verlässlichkeit der Messungen und der Rekonstruktion.

 


Drei Fluoreszenzdetektoren des Pierre Auger Observatoriums haben den gleichen Luftschauer registriert. Messungen wie diese ermöglichen detailierte Untersuchungen der Entwicklung von ausgedehnten Luftschauern und der zugrunde liegenden teilchenphysikalischen Prozesse.

 


Extrem hochenergetische kosmische Teilchen können Luftschauer von enormer Ausdehnung und Sekundärteilchenzahl initiieren. Diese können noch über sehr große Distanzen hinweg von geeigneten Detektoren beobachtet werden. Obwohl die Fluoreszenzdetektoren des Pierre Auger Observatoriums über 40km voneinander entfernt sind, werden besonders hochenergetische Luftschauer mit allen vier Detektoren gleichzeitig registriert.